Tipps

Belastung

Immer wieder sind – außerhalb des Lauftreffs Taunusstein-Neuhof natürlich – Läufer mit hochrotem Kopf und schweißtriefend zu beobachten, die total erschöpft nach 20 min. vom Laufen (Rennen) zurückkommen. Sie glauben viel getan zu haben. Doch der Trainingseffekt und positive Auswirkungen auf die Gesundheit sind gering oder schlicht nicht vorhanden. Bei diesen Gewaltläufen kann der Körper nicht in den „Stady-State-Zustand“, d.h. in das Gleichgewicht zwischen Sauerstoffverbrauch und Sauerstoffaufnahme kommen. Zum einen macht es überhaupt keinen Spaß, zum anderen wird Milchsäure gebildet, deren Abbau einige Tage braucht. Also, möglichst im Sauerstoffgleichgewicht laufen. Nur wer durch langsames Anlaufen im Sauerstoffgleichgewicht bleibt hat den positiven Trainings- und Gesundheitseffekt; er beendet seinen Lauf mit einer Anreicherung von Sauerstoff im ganzen Körper. Die Devise heißt: Laufen Sie langsam, also im Sauerstoffgleichgewicht, aber laufen Sie möglichst lange.
Neben der Ausgangskondition spielt für das Laufvermögen des einzelnen – insbesondere gilt das für Anfänger – das Wetter bzw. die Temperatur, Luftdruck oder ein Wetterwechsel eine Rolle. Wie überall gibt es auch beim Laufen und Walken gute und schlechte Tage. Mal springt man wie ein junges Reh durch den Wald, mal sind die Beine schwer wie Blei. Doch gerade dann hilft die Gruppe. Wenn man sich mit seinem Mitläufer oder Mitwalker unterhält bemerkt man die eigenen Problem weniger und überwindet sie auch leichter. Unter Umständen haben die anderen die gleichen Schwierigkeiten und wenn man das erkennt, werden automatisch die eigenen kleiner..

Trinken und Laufen

Der Flüssigkeitshaushalt spielt für den Läufer eine ganz wichtige Rolle und kann an heißen Tagen von existenzieller Bedeutung sein. Bei der Energieumsetzung entsteht im Muskel Wärme, die man an kalten Tagen als angenehm empfindet.An warmen Tagen fehlt die äußere Kühlung, dadurch steigt die Körpertemperatur an, und der Körper muss auf sein eigenes Kühlsystem umschalten. Wir kennen es alle. Der Körper schwitzt. Er scheidet Wasser aus, das auf der Haut verdunstet und dadurch dem Körper Wasser entzieht.
Diese Schweißabgabe (Wasserverlust), der im Extremfall 2 bis 3 Liter betragen kann, ist aber nicht unbegrenzt möglich. Mit dem Schweiß gehen dem Körper auch wertvolle Mineralsalze verloren, die möglichst schnell wieder aufgefüllt werden müssen; z. B. In Form von Mineralwasser, Mineraldrinks, Fleischbrühe oder Tee.
An besonders heißen Tagen empfiehlt es sich sogar schon vorbeugend, vor dem Laufen ½ bis 1 Liter Flüssigkeit zu trinken. Was Ihnen am besten bekommt; das müssen Sie selbst erproben. Es ist weniger eine Frage des Geschmacks sondern vielmehr eine der Bekömmlichkeit.

(Carl-Jürgen Diem in „Tipps für Laufanfänger)